Besitz

Fröhlich sammelt Mensch sich Habe,
wähnt sich stolz in Sicherheit,
sieht Besitz als seine Nabe,
dreht sich um, erblasst vor Neid
weil der Nachbar noch mehr hat.
Eigentum macht nimmersatt.
Zeit türmt hoch und höher Güter,
voll sind Schränke, Kästen, Laden.
Nur für Dinge ist Mensch Hüter,
sammeln heisst der rote Faden.
Von der Wiege bis ins Grab:
sammle viel, gib wenig ab.
Was der ganze Tand zerdrückte
weiss nur jener zu berichten
den das Los mit Not beglückte
und der lernte zu verzichten.
Wer nichts zu verlieren hat

wird von Luft und Liebe satt.
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