Waldspaziergang

Ich wandre durch den kahlen Wald,
die Sonne wärmt, der Wind ist kalt
und im Tal lärmt laut die Stadt
wo niemand Zeit für Muse hat.
Man hört selbst hier die Vögel kaum
und krank ist jeder zweite Baum.
Das Dröhnen der Motoren
belastet nicht nur meine Ohren.
Doch dieser Wahn beherrscht die Welt
weil es den Tauben so gefällt,
die nicht auf innre Stimmen hören
und taub im Geist die Ruhe stören.
So sitz allein ich zwischen Bäumen,
darf hier und jetzt von Stille träumen,
das Kleid zerfetzt doch gut zu Fuß,
beseelt von einem Musenkuss.
Der Wahn der Massen rast vorbei
und ist mir völlig einerlei.

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