Recht komplizierte RechteDie
Diskussion um geistiges Eigentum dauert nun ja schon ein Weilchen und
eine Lösung dieses Konfliktes ist nicht in Sicht. Auf der einen Seite
wollen Urheber die Rechte an ihrer Schöpfung in Geld verwandeln, was
ich manchmal auch gern täte. Auf der anderen Seite wollen die Nutzer
des Internets keine Einschränkungen ihrer Möglichkeiten akzeptieren,
was ich für ebenso wichtig halte. Eine für alle befriedigende Regelung
des Urheberrechts wird sich nicht so bald finden lassen und auch ich
habe für mein Werk keine wirklich sinnvolle Lösung.
Die meisten Menschen denken bei dem Begriff Copyright an Geld. Das ist aber nur ein Teil der Rechte, die ein Urheber hat. Mich interessiert nicht nur der mögliche Profit aus diesen Rechten, sondern auch die Auswahl jener, mit denen ich mein Werk teilen möchte. In wie weit sich dieser Wunsch realisieren lässt ist zweitrangig. Ich werde keinen Anwalt einschalten, der sich selbst mit Abmahnungen bereichern will. Rechte haben bedeutet für mich nicht, sie mit allen Mitteln durchsetzen zu müssen. Vielleicht reicht es ja, zu sagen was man will. Und sogar das ist nicht ganz einfach. Ich will nicht, dass Vereine, Firmen oder Institutionen mein Werk ohne ausdrückliche Einwilligung meinerseits nutzen. Der Gedanke, dass eine Religionsgemeinschaft mein Werk nutzt geistige Sklaverei zu fördern erzeugt Übelkeit. Der Gedanke, dass ein Staat das tut, um sich selbst zu beweihräuchern nicht weniger. Doch allen Menschen, allen natürlichen Personen, möchte ich die Möglichkeit geben, meine Gedanken mit anderen zu teilen, mit meinem Spielzeug zu spielen. Natürlich mit einem Hinweis auf den Autor, damit jedes Puzzleteilchen auch im Gesamtbild betrachtet werden kann. Zitate lügen manchmal. Ich hoffe alle Besucher respektieren meine Wünsche. Marburg, 1.12.2012
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